Verbrennungen und Verbrühungen werden aufgrund ihrer Ausdehnung und der Tiefe in verschiedene Schweregrade eingeteilt. Dabei werden grundsätzlich drei Schweregrade definiert, wobei der Schweregrad 2 zusätzlich in eine oberflächliche (2A) und in eine tiefe Verbrennung (2B) eingeteilt wird. Da die Tiefe der Verbrennung für die Prognose und das spätere Aussehen des verbrannten Areals maßgeblich ist, muss hier durch einen fachkundigen Arzt die richtige Diagnose gestellt werden. Im Falle einer 1.-gradigen Verbrennung oder Verbrühung, liegt eine sehr oberflächliche Schädigung der Haut vor, die sich in Form von Rötung oder Blasenbildung ausdrücken kann. Ähnlich wie bei einem Sonnenbrand heilt dieses Geschehen i. d. R. folgenlos ab. Bei den 2.-gradigen Verbrennungen sieht es ähnlich aus, wobei die Tiefe hier weitere Schichten der Haut involviert. Hier wird, wie bereits erwähnt, eine zusätzliche Unterteilung vorgenommen, um die Therapie besser anzupassen. Bei einer 2A-gradigen Verbrennung ist üblicherweise der Therapieansatz nicht-operativ, es werden lokale Verbände und Salben appliziert. Ein folgenloses Ausheilen ohne Narben ist möglich. Bei 2B-gradigen Verbrennungen betrifft die Verbrennungstiefe allerdings weitere Hautschichten, sodass ein Abtragen der geschädigten Haut in einer kurzen Narkose empfehlenswert ist. Hier kann dann zeitweise ein Kunsthaut oder eine Eihaut (Amnion) aufgelegt werden, um ein kosmetisch ansprechendes Ergebnis zu erzielen. Abschließend bleiben die Verbrennungen 3. Grades, die bis auf die Schicht der Haut hinunter reichen, die die Erneuerung der Haut nach der Verbrennung durch den Zellnachschub leisten soll. Da diese zerstört ist, kann die Wunde nicht heilen, bzw. hinterlässt auffällige Narben. Um dem vorzubeugen und um die Verbrennungswunde zum Abheilen zu bringen, muss hier operativ das Gewebe abgetragen werden und eine Kunsthaut oder sogar eine Hauttransplantation (z. B. vom Oberschenkel) erfolgen. Bei der Versorgung von Verbrennungen und deren Folgen ist eine breite Ausbildung auf diesem Segment der Plastischen Chirurgie notwendig. Es bedarf einem großen Erfahrungsschatz die Verbrennungstiefe richtig zu bewerten und die entsprechenden therapeutischen Maßnahmen einzuleiten (über Prof. Sinis). Dabei geht es nicht nur um die akute Behandlung von Verbrennungen, sondern auch um die Versorgung von Folgeerscheinungen von Verbrühungen oder Verbrennungen, den sogenannten Sekundärmaßnahmen. Hierbei geht es darum Narben zu entfernen, Gelenke zu mobilisieren und die Lebensqualität des Betroffenen grundsätzlich zu verbessern. Eine besondere Spezialisierung unserer Privatpraxis liegt dabei auf der Behandlung von kindlichen Verbrennungen und deren Folgen.

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Prof. Sinis Auszeichnungen

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