Schonende Brustrekonstruktion mit Eigengewebe – Die Perforatorlappen: DIEP, S-GAP und TMG Seit Jahren werden unterschiedliche Verfahren zur Brustrekonstruktion nach Brustkrebs von Experten favorisiert. Gerade in den letzten Jahren haben sich durch die Weiterentwicklung der mikrochirurgischen Techniken die Perforatorlappen zur Brustrekonstruktion mit Eigengewebe als sicheres Verfahren etabliert. Der Einsatz des Latissimus-Dorsi (des großen Rückenmuskels) wird damit in der Brustrekonstruktion obsolet und ist somit überholt. Die Nutzung eines gesamten Muskels, der für die Statik der Wirbelsäule und die Schulterfunktion wichtig ist, erscheint für die Brustrekonstruktion unnötig und führt zu langfristigen Problemen bei den Patientinnen. Darüber hinaus muss bei diesem Verfahren der Muskel, aufgrund der fehlenden Masse mit einem Silikonimplantat kombiniert werden, sodass es sich im eigentlichen Sinne nicht um eine richtige Brustrekonstruktion mit reinem Eigengewebe handelt. Dies sieht im Falle der Perforatorlappen anders aus. Es handelt sich dabei besonders bei der Entnahme des Gewebes vom Bauch (DIEP) oder dem Gesäß (s-GAP) um reine Haut- und Fettgewebslappen die so präpariert werden, dass kein Muskel an Bauchdecke oder Gesäß geschädigt wird. Das Fettgewebe wird so entnommen, dass die Gefäße aufgesucht werden, die durch den Muskel perforieren und somit die Muskulatur bei der Brustrekonstruktion unversehrt bleibt (daher auch Perforator-Lappen). Zur sicheren Präparation bedarf es Zeit, einer sicheren Hand und viel Erfahrung in der Mikrochirurgie der kleinsten Gefäße des menschlichen Körpers. Im St. Marien Krankenhaus Berlin werden sämtliche Perforator-Lappen zur Brustrekonstruktion mit Eigengewebe angeboten.

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