Zu den regionalen Lappenplastiken werden die Gewebeeinheiten gerechnet, die zwar von der Region stammen, die betroffen oder verletzt ist, allerdings nicht unmittelbar neben der Wunde oder des Weichteildefekts liegt. Die Regionalen Lappenplastiken werden an den Gefäßen präpariert und geschwenkt/verlagert, die hier in die Gewebeinheit (Lappenplastik) einfließen und diese versorgen. Ein klassisches Beispiel einer solchen regionalen Lappenplastik stellt der sog. FoucheR – Lappen dar. Dabei handelt es sich um eine Gewebeeinheit bestehend aus Haut und Bindegewebe vom streckseitigen Zeigefinger, die an einer Arterie (ernährt das Gewebe mit sauerstoffreichem Blut) und an einer Vene (führt das sauerstoffarme Blut raus aus dem Lappen) gestielt, genutzt wird. Auf diese Weise kann das Gewebe den benachbarten Daumen erreichen um im Kuppenbereich Weichteilverletzungen zu verschließen. In diesem Fall können auch Nerven in diese Lappeneinheit integriert werden, sodass eine Rekonstruktion des Gefühls am Daumen möglich wird. Das Areal an dem das Gewebe am Zeigefinger entnommen wurde, kann mit einer dünnen Schicht Vollhaut verschlossen werden. Diese Regionalen Lappenplastiken sind auch an anderen Körperregionen anwendbar, so z. B. am Unterschenkel (z. B. Suralislappen). Als Schwerpunktpraxis für mikrochirurgische Gewebetransfers in der Plastischen Chirurgie bietet Ihnen unsere Praxis in Berlin alle in der Plastischen Chirurgie und Handchirurgie gängigen Lappenplastiken und Gewebetransfs an.

This post is also available in: Englisch, Arabisch, Russisch, Griechisch

Prof. Sinis Auszeichnungen

Social Media Icons Powered by Acurax Website Redesign Experts