Die Bedenken, die von fachfremden Ärzten hinsichtlich der Brustrekonstruktion mit Eigengewebe geäußert werden betreffen im Wesentlichen die vermeidlich langen Operationszeiten und die im Raum stehende Gabe von Erythrozytenkonzentraten (Blutkonserven). Nachdem es mittlerweile ausreichend wissenschaftlich bewiesen ist, dass die meisten Operationen, die sich mit der Brustrekonstruktion mittels Eigengewebe beschäftigen keine Bluttransfusionen benötigen, bleibt als Diskussionspunkt die Operationsdauer weiterhin offen. Statt einer mehrstündigen Brustrekonstruktion mit Eigengewebe soll eine kurzfristige Lösung mit Silikonimplantaten sicherer sein. Auch hier ist allerdings hinreichend bewiesen, dass die Brustrekonstruktion mit einem Silikonimplantat zu den typischen Folgen der Fremdkörperimplantation führt. Dazu gehören die Kapselbildung, Verhärtung und das Fremdkörpergefühl, welches mittelfristig (alle zwei bis fünf Jahre) zu einem Wechsel der Implantate führt. Die damit verbundene Operationsdauer, aufsummiert über mehrere Jahre (man bedenke hier, dass das Erkrankungsalter leider zunehmend jüngere Frauen betrifft) beträgt ein Vielfaches mehr im direkten Vergleich zur mikrochirurgischen Brustrekonstruktion mit Eigengewebe. Die Operationsdauer für eine mikrochirurgische Brustrekonstruktion mit Eigengewebe beträgt im Mittel ca. sechs Stunden. Diese hängt entscheidend vom Gewebe ab (z. B. DIEP vom Unterbauch), welches verwendet wird sowie von der Anatomie der Gefäße, die das Gewebe versorgen. Bei grundsätzlich sehr sicheren Anwachsraten, bzw. sehr geringen Abstoßungsreaktionen kann mit der mikrochirurgischen Brustrekonstruktion mittels Eigengewebe eine dauerhafte Lösung angeboten werden, die keine weiteren Maßnahmen erforderlich macht.

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