In unserer Privatpraxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie suchen uns oft Patienten auf, die die Dupuytren’sche Krankheit aufweisen. Häufig tritt diese Krankheit bei Männern im mittleren und hohen Lebensalter auf. Symptome des Dupuytren sind eine Knotenbildung in der Hohlhand. Die unnatürliche Zellvermehrung des Bindegewebes unter der Haut ist es, die auch dazu führt, dass die Beugekontraktur auftritt und in einem späteren Stadium mit einer Verkrümmung der Finger und einer Streckhemmung einhergeht. Die Knotenbildung beim Dupuytren ist meist eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes. Es gibt Patienten, die zwar einen Knoten in der Hohlhand aufweisen, mit diesen Wucherungen jedoch weiterleben, da sich der Knoten nicht weiter verändert und demzufolge auch keine Beeinträchtigung vorliegt.
Ist der Knoten im Bereich der Fingergelenke angesiedelt, kann es hier zu einer Einschränkung der Handfunktion kommen.
Meist entwickelt sich diese Krankheit langsam und über mehrere Jahre. Ist in früheren Lehrbüchern noch nachzulesen, dass vor allem Alkoholiker oder Diabetiker von der Krankheit betroffen sind, gibt es bis heute keine Studien, die dies belegen. Auffällig oft tritt die Dupuytren’sche Krankheit bei nordischen Völkern auf – man spricht hier auch vom Wiki-Disease – der Wikinger Krankheit.
Übermäßig oft sehen wir bei unseren Patienten in unserer Praxis in Berlin Dahlem beim Morbus Dupuytren den Ringfinger und den kleinen Finger mitbetroffen. Knoten und Stränge befallen die Handoberflächen in der Hohlhand. Die ausufernden Stränge führen schließlich zu Streckdefiziten der Fingergelenke. Dadurch wird die gesamte Handspanne (Abstand von der Daumenkuppe zur Kleinfingerkuppe) so reduziert, dass die Handfunktion insgesamt beim Dupuytren massiv gestört ist. Mittlerweile gibt es sowohl konservative als auch operative Möglichkeiten die Wucherungen und Knotenbildungen des Dupuytren zu entfernen. In unserer Klinik in Berlin Dahlem bieten wir ganzheitlich alle diese Verfahren an. Grundsätzlich gilt die Krankheit als heilbar.
Zu den konservativen Methoden zählen Bestrahlungen, Schienenbehandlungen aber auch Physiotherapie. Besonders im Anfangsstadium können nicht-schneidende Maßnahmen auch zum Erfolf führen. Da die Knotenbildungen jedoch meist wiederkehren und bei konservativen Maßnahmen die Zellen nicht ausgeräumt werden, muss im fortgeschrittenen Stadium chirurgisch interveniert werden. Ein weiterer Therapieansatz der konservativen Methode ist das sogenannte „Sticheln“. Bei dieser minimal invasiven Operation wird mit einer scharfen Nadel die Haut perforiert und die Zellstruktur des Dupuytren in der Tiefe zerstört und somit die Finger aufgetrennt. Im Vergleich zu den mikrochirurgischen Verfahren gilt es hier zu bedenken, dass Nervenverletzungen zwar ausgeschlossen sind, dennoch bringt diese „blinde“ Methode nicht immer den gewünschten Effekt, da auch hier die Stränge des Dupuytren nicht vollständig ausgeräumt werden.
Der sogenannte Hakenfinger steht als Synonym für diese die Dupuytren’sche Kontraktur, als Folge eines jahrelangen Verlaufs. Patienten, die uns in unserer Sprechstunde in Berlin Dahlme aufsuchen, weil es bei ihnen zu einer Verkrümmung von einem oder mehreren Finger im Rahmen des Dupuytren gekommen ist, behandeln wir mit einem mikrochirurgischen Eingriff. Die Handfunktion wieder herzustellen, ist bei dieser Operation das oberste Ziel. Die operative Fasziektomie (Entfernen des krankhaften Bindegewebes unter der Haut) zieht nach sich, dass die Hand nach der Operation einige wenige Tage ruhig gestellt wird. Dafür wird unmittelbar nach der Dupuytren-OP auch eine Schiene angelegt, die in einigen, seltenen Fällen auch bis zu 6 Monate nach der Operation nachts getragen wird. Durch gezielte Handübungen werden die Finger und die Hand trainiert, so dass die Beweglichkeit nach der Entfernung des Dupuytren wieder hergestellt wird. Die Mitarbeit des Patienten und das konsequente Üben sind für den Behandlungserfolg entscheidend.

Besuchen Sie mich in meiner Privatpraxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Berlin Dahlem, wo wir auch Kassenpatienten empfangen, falls Sie weitere Fragen rund um das Thema der Dupuytrenschen Kontraktur haben. Ich freue mich auf Sie. Ich höre mir gerne Ihre Wünsche an und berate Sie bestmöglich.

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