Nerventransfers, bei denen ein gesunder Nerv im Plexus brachialis verwendet wird, um eine ausgefallene Funktion wieder herzustellen, werden als intraplexurale Transfers bezeichnet. Ein klassisches Beispiel hierfür stellt der sog. Oberlin-Transfer dar. Beim Oberlin-Transfer nutzt der Plastische Chirurg einen intakten Ellennerv (N. ulnaris) um einzelne Fasern `abzuzweigen`ohne diesen nennenswert zu schädigen. Diese werden dann auf den Bizepsast (N. musculocutaneus) gegeben, um die Bizepsfunkion wieder herzustellen. Auf diese Weise können einzelne, intakte Fasern eines Nerven im Plexus brachialis genutzt werden, um andere Anteile, die lädiert und geschädigt sind erneut zum Leben zu erwecken.

Ein weiteres Beispiel stellt die Verwendung eines motorischen Astes (ausschließlich verantwortlich für die Funktion und das Anspringen eines Muskels) aus dem Triceps-Muskel dar. Hier gibt es mehrere Muskeläste, von denen einer oder zwei geopfert werden können, ohne diesen zu schädigen. Dies können dann, bei Ausfall des Schultermuskels (Deltoideus-Muskel) auf einen der ausgefallenen Muskeläste des Deltoideus gegeben werden (Tricpes auf Axillaris- Transfer).

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