Die Fernlappenplastiken kommen zur Anwendung, wenn der zu verschließende Defekt nicht ausreichend durch lokale oder regionale Maßnahmen zu verschließen ist. In diesen Fällen kann es sinnvoll sein, eine Gewebeeinheit zu nutzen, die von einer entfernteren Körperregionen stammt. Diese Gewebeeinheiten oder auch Lappen genannt, werden so präpariert, dass deren ernährenden Gefäße an ihrem Ursprungsort belassen werden, sodass die Gewebeeinheit weiterhin gut durchblutet ist. Häufig wird das Gewebe nach Aufnähen auf den Defekt für einen gewissen Zeitraum so an seinen Gefäßen belassen, um es dann nach zwei bis drei Wochen vollstãndig zu durchtrennen. Man kann davon ausgehen, dass in diesem Zeitraum die Gewebeeinheit neue Gefäße ausbildet. Typische Fernlappenplastiken sind beispielsweise der Leistenlappen oder auch der sog. Cross-leg. Ein Nachteil dieser Verfahren liegt darin, dass die Patienten für einen gewissen Zeitraum von meist zwei bis drei Wochen, die betroffene Extremität (Hand, Fuß, etc.) nicht bewegen dürfen, da der Lappen erst noch einheilen muss. Danach kann das Gewebe durchtrennt und entsprechend anmodeliert werden. Um diesen Nachteil zu vermeiden, stehen uns die freien, mikrochirurgischen Gewebetransfers zur Verfügung. Hierbei werden die überregional oder aus der `Ferne` entnommenen Gewebe direkt an versorgende Anschluss Gefäße am Empfängerort angeschlossen. Unsere Privatpraxis für Plastische Chirurgie in Berlin hat sich zum Schwerpunkt die Mikrochirurgie und die Weichteildeckung mit mikrochirurgischen Gewebetransfers gesetzt. Als Zentrum für Rekonstruktive Mikrochirurgie bieten wir Ihnen sämtliche Verfahren zur Weichteildeckung, sowohl in der Plastischen Chirurgie, als auch in der Handchirurgie für Berlin und darüber hinaus, an.

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