Durch die immer häufiger auftretenden Tumoren im Bereich des Gehirns und die daraus folgende operative Behandlung zeigen sich in den letzten Jahren immer häufiger Lähmungen des Gesichtsnerven das so genannten Nervus fazialis oder der sogenannten Fazialisparese auch bei jungen Menschen. Hier geht es vor allem um die Tumoren des sogenannten Kleinhirnbrückenwinkels. Die entstehenden Lähmungen am Fazialisnerv sind für die Patienten nicht nur sozial stigmatisierend, sondern stellen auch eine medizinische Bedrohung dar. So können Schäden auf der Hornhaut entstehen, bedingt durch den gestörte Lidschluss aber auch Schwellungen der Mundschleimhaut resultieren, aufgrund des gestörten Kauaktes. Die Folgen sind durch die folgende soziale Isolation gerade für jungen Menschen besonders weitreichend. Dabei müssen die Gesichtsnervenlähmung und der Verlust der Mimik mit dem Lidschluss und dem Lachen nicht zwingend einen Dauerzustand darstellen. Wir können heute diese Patienten sehr effektiv mit den Verfahren der Mikrochirurgie so behandeln, dass eine Reanimation des Gesichts resultiert. Mit der Verlagerung von benachbarten Muskeln und deren Transfer aber auch mit freien funktionellen Muskel Transplantationen (FFM) können sowohl der Lidschluss als auch das Lachen wiederhergestellt werden. Die Versorgung von jungen Patienten mit einer Gesichtsnervenlähmung bleibt weiterhin eine Domäne der mikrobiologischen Versorgung durch den Plastische und Ästhetische Chirurgen. Wir führen in unserer Klinik am St Marienkrankenhaus in Berlin zahlreiche operative Eingriffe zur Rekonstruktion dieses schweren Krankheitsbildes jedes Jahr durch und stehen Ihnen für Fragen in unserer Spezialsprechstunde für Fazialischirurgie gerne zur Verfügung.

Mikrochirurgische Rekonstruktion des Schläfenastes bei einer Verletzung am N. facialis.

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