Weblog von Prof. Dr. med. N. Sinis

Silikonimplantate im Allgemeinen unbedenklich

Im Bezug auf die in der Presse mehrfach diskutierte Rückrufaktion von Silikonimplantaten eines französischen Herstellers (PIP) gab es am vergangenen Donnerstag (22.12.2011) nochmals eine Bekanntmachung, diesmal im Deutschen Ärzteblatt (http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/48520/PIP-Brustimplantate_Krebsris...).

Auch in Deutschland wurden die PIP Implantate zur Brustvergrößerung verwendet

Nach informativer Rundmail durch die Geschäftstelle der Deutschen Gesellschaft für Plastische-, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (http://www.dgpraec.de/) ist nun allgemein bekannt, dass auch in Deutschland zur Brustvergrößerung Implantate des französischen Typs PIP bei deutschen Patientinnen verwendet wurden. Gleichwohl es sich hierbei nicht um viele Fälle handeln kann, ist nochmals Sorgfalt und Vorsicht geboten.

PIP Implantate aus Frankreich - erhöhtes Krebsrisiko?

Seit ca. 10 Tage wurde in Frankreich offiziell die Empfehlung ausgesprochen, bei Patientinnen mit PIP Implantaten einen Prothesenwechsel, bzw. Entfernung vorzunehmen. Die Kosten dafür tragen, dort sogar zunächst die Kassen, da die betroffenen Frauen möglichst zeitnah die Entfernung der Implantate vornehmen lassen sollen. Es liegt der begründete Verdacht vor, dass Frauen mit diesem Prothesentyp ein erhöhtes Carcinomrisiko für die Brustdrüse aufweisen.

Begleiterkrankungen und Wiederherstellung der Brust

Die Frage, ob eine Wiederherstellung der Brust durch körpereigenes Gewebe (z. B. vom Bauch oder vom Gesäß) durchgeführt werden kann, wird häufig aufgrund von verschiedenen Faktoren verneint. In unserer Klinik in Berlin erfolgt hierzu stets eine lückenlose Aufklärung. Die Erfahrung der letzten Jahre hat uns hierbei gelehrt, dass zwar Einschränkungen bestehen, allerdings eine Rekonstruktion in den Händen eines erfahrenen Mikrochirurgen, dennoch durchgeführt werden kann.

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