Weblog von Prof. Dr. med. N. Sinis

PIP Implantate an den deutschen Universitätskliniken?

Der folgende Beitrag demonstriert die Problematik der PIP Implantate, die hier nicht nur zur kosmetischen Brustvergrößerung eingesetzt wurden: http://www.swr.de/landesschau-bw/-/id=122182/did=9127120/pv=video/nid=12... Offensichtlich gibt es auch Fälle an deutschen Universitätskliniken, wo die Implantate zu Zwecken der Rekonstruktion nach Brustkrebs eingebaut wurden.

Prothesenwechsel bei Berliner Patientinnen, eine Kassenleistung, wer trägt die Kosten?

Anbei ein kürzlich publizierter Artikel, der die Kontroverse Diskussion hinsichtlich der in der Presse diskutierten Implnatate und den Ausbau bzw. die Kostenfrage beleuchtet. http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/1-berliner-pfusch-silikon-opfer-s...

Siehe dazu auch frühere Blogeinträge.

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und Thema der Brustimplantate, PIP

Nach zahlreichen Spekulationen über die Häuffigkeit von PIP Implantationen bei der operativen Brustvergrößerung kommen weitere Meldungen vom BfArM. Es werden alle Plastischen Chirurgen gebeten, die verwendeten Produkte, Silikonimplantate zur Brustvergrößerung zu untersuchen, die in den vergangenen Jahren eingebracht wurden mit dem Hintergrund einer sogenannten `Schönheitsoperation` der Brust. Damit soll eine zentrale Dokumentation die Verbreitung derartiger Implantate auch in Deutschland genau untersuchen.

PIP Implantate mittlerweile auch auf Zypern

Zahlreiche Meldungen aus weiteren Mitgliedstaaten der Europäischen Union zeigen die Verwendung von PIP Implantaten zur Brustvergrößerung an. So seie es in knapp 30 Fällen nachweislich zur Implantation der Silikonimplantate des Herstellers PIP zur Brustvegrößerung auf Zypern gekommen (www.kathimerini.com.cy). Auch hier muss auf die Diskrepanz der Materialkosten hingewiesen werden. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Patientinnen immer nach dem Hersteller der Implantate fragen sollten, bzw.

PIP Implantate in Holland unter anderem Namen?

Vor bereits 11 Jahren wurde durch die FDA auf qualitativ, minderwertige Implantate der Firma PIP zur Brustvergrößerung aus Frankreich hingewiesen. Diese Nachricht ging heute über die Nachrichtensender ebenso wie der Hinweis, dass möglicherweise die Implantate des französischen Herstellers PIP in Holland unter dem Namen `M` auf den Markt gelangt sein. Der Umstand, billiges Industriesilikon zur Kostenreduktion in Silikonimplantaten für eine Brustvergrößerung verwendet zu haben, ist dem Hersteller demnach bereits vor Jahren durch die FDA nachgewiesen worden.

Silikonimplantate im Allgemeinen unbedenklich

Im Bezug auf die in der Presse mehrfach diskutierte Rückrufaktion von Silikonimplantaten eines französischen Herstellers (PIP) gab es am vergangenen Donnerstag (22.12.2011) nochmals eine Bekanntmachung, diesmal im Deutschen Ärzteblatt (http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/48520/PIP-Brustimplantate_Krebsris...).

Auch in Deutschland wurden die PIP Implantate zur Brustvergrößerung verwendet

Nach informativer Rundmail durch die Geschäftstelle der Deutschen Gesellschaft für Plastische-, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (http://www.dgpraec.de/) ist nun allgemein bekannt, dass auch in Deutschland zur Brustvergrößerung Implantate des französischen Typs PIP bei deutschen Patientinnen verwendet wurden. Gleichwohl es sich hierbei nicht um viele Fälle handeln kann, ist nochmals Sorgfalt und Vorsicht geboten.

PIP Implantate aus Frankreich - erhöhtes Krebsrisiko?

Seit ca. 10 Tage wurde in Frankreich offiziell die Empfehlung ausgesprochen, bei Patientinnen mit PIP Implantaten einen Prothesenwechsel, bzw. Entfernung vorzunehmen. Die Kosten dafür tragen, dort sogar zunächst die Kassen, da die betroffenen Frauen möglichst zeitnah die Entfernung der Implantate vornehmen lassen sollen. Es liegt der begründete Verdacht vor, dass Frauen mit diesem Prothesentyp ein erhöhtes Carcinomrisiko für die Brustdrüse aufweisen.

Begleiterkrankungen und Wiederherstellung der Brust

Die Frage, ob eine Wiederherstellung der Brust durch körpereigenes Gewebe (z. B. vom Bauch oder vom Gesäß) durchgeführt werden kann, wird häufig aufgrund von verschiedenen Faktoren verneint. In unserer Klinik in Berlin erfolgt hierzu stets eine lückenlose Aufklärung. Die Erfahrung der letzten Jahre hat uns hierbei gelehrt, dass zwar Einschränkungen bestehen, allerdings eine Rekonstruktion in den Händen eines erfahrenen Mikrochirurgen, dennoch durchgeführt werden kann.

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