In der Plastischen Chirurgie kann die Brustwarzenrekonstruktion sowie die Wiederherstellung des Warzenhofs mit verschiedenen Verfahren erfolgen. Eine Möglichkeit bietet sich durch die lokale, also ortsständige Haut, die so umschnitten und aufgeschwenkt wird, dass eine Brustwarze entsteht. Gelegentlich wird zur Unterstützung der Form ein kleines Stück Knorpel aus der Rippe mit eingearbeitet. Die Brustwarzenrekonstruktion erfolgt in unserer Klinik in Berlin i. d. R. mit dem sogenannten `Star flap`. Damit kann das erwünschte Ergebnis einer symmetrischen und aufgestellten Brustwarze erzielt werden ohne dass die Patientin überhaupt in Narkose liegen muss. Die Brustwarzenrekonstruktion kann in Lokalanästhesie erfolgen. Der Zeitpunkt zur Wiederherstellung der Brustwarze auf dem Gewebe der wiederhergestellten Brust ist frühestens nach 3 Monaten gegeben. Das Gewebe muss abgeschwollen sein, damit eine symmetrische Positionierung der Brustwarze erfolgen kann. In einem späteren Eingriff (frühestens nach sechs Wochen) kann dann der Warzenhof (sog. Brustwarzenhof oder auch Areola) erfolgen. Die Rekonstruktion der Areola erfolgt üblicherweise durch eine Tätowierung, die den Haut- und Pigmentierungstyp der Patientin berücksichtigt. Dies kann bei Wunsch der Patientin kombiniert werden mit einer Transplantation von Haut von beiden Oberlidern (Blepharoplastik), um ein unebenes Hautniveau der Areola zu simulieren, wie es natürlicherweise auch an der nicht operierten Brust zu finden ist. Diese Option muss mit den Patientinnen individuell besprochen werden, da die Haut der Oberlider ideal geeignet ist, für die Transplantation um die Brustwarze herum zur Herstellung der pigmentierten Areola. Allerdings muss hier ein gewisser Hautüberschuss vorliegen, der nicht immer gegeben ist. In der Kombination aus Rippeknorpel und Augenlidhaut stellt das Verfahren eine spezielle Technik der Brustwarzen- und Warzenhofrekonstruktion dar, das so nur in wenigen Kliniken in Berlin angeboten wird.

Abbildung: Dargestellt ist eine Patientin, die vor 10 Tagen eine Brustwarzenrekonstruktion erhalten hatte und zum Fadenzug fotografiert wurde. Zusätzlich wurd hier eine kleine Narbenkorrektur am unteren Pol durchgeführt.

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