Die Frage, ob eine Wiederherstellung der Brust durch körpereigenes Gewebe (z. B. vom Bauch oder vom Gesäß) durchgeführt werden kann, wird häufig aufgrund von verschiedenen Faktoren verneint. In unserer Klinik in Berlin erfolgt hierzu stets eine lückenlose Aufklärung. Die Erfahrung der letzten Jahre hat uns hierbei gelehrt, dass zwar Einschränkungen bestehen, allerdings eine Rekonstruktion in den Händen eines erfahrenen Mikrochirurgen, dennoch durchgeführt werden kann. Zu den häufigsten Begleiterkrankungen und den Risiken der Brustwiederherstellung begegnet die Plastische Chirurgie aus wissenschaftlicher Sicht wie folgt: Rauchen und Brustwiederherstellung: Grundsätzlich sind Raucher den Nicht-Rauchern gegenüber im Nachteil. Raucher weisen eine schlechter Wundheilung auf und zeigen im Laufe der Jahre auch Gefäßveränderungen, die den mikrochirurgischen Eingriff zwar erschweren, ihn allerdings nicht unmöglich machen. Grundsätzlich ist es wünschenswert, wenn Raucher vor der Brustrekonstruktion das Rauchen einstellen. Dadurch verbessert sich der Gefäßstatus zwar nicht, allerdings gewöhnen sich die Patientinnen schon mal daran, dass sie zwei Wochen nach dem Eingriff nicht rauchen dürfen. Diabetes melitus und Wiederherstellung der Brust: Nur bei starken Gefäßveränderungen sind Risiken gegeben. Bei gleichzeitiger Dialysepflichtigkeit wegen diabetischer Nierentgleisung sind die generalisierten Gefäßveränderungen sehr ausgeprägt und das Risiko für einen Gewebeverlust erhöht. Bestrahlung: Eine Vorbestrahlung der Brust erhöht das Risiko für das Absterben des transplantierten Gewebes oder der ortsständigen Brusthaut und erschwert die Gefäßnähte. Es findet sich ähnlich wie bei Rauchern durch Verlust elastischer Fasern eine veränderte Gefäßwand. Sie wird leicht durch die Fäden eingerissen. Die Nadelstichkanäle bluten länger nach. Es handelt sich um ein operationstechnisches Problem. Durch exakte Gefäßnähte werden Komplikationen vermieden. Eine Kontraindikation für ein mikrochirurgisches Verfahren ist die Bestrahlung daher grundsätzlich nicht. Eine statistisch erfassbare Risikoerhöhung für einen Lappenverlust besteht ebenfalls nicht bisher nicht. Übergewicht: Je dicker die Bauchdecke (falls das Gewebe hier entnommen wird), umso dicker sind auch die Perforatoren. Insbesondere nach starker Gewichtsreduktion bleiben die Gefäße kaliberstark und in der Präparation einfacher als üblich. Technisch ist das Heben eines sehr dicken Perforatorlappens schwieriger, sodass eher Fehler passieren können. Der Lappen lässt sich schlechter Formen und Falten. Die Rate der lokalen Gewebeverluste kann hier höher sein. Diese technischen Probleme sind keine grundsätzliche Kontraindikation.

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